Umstellung auf Rohfütterung?!
Zwei Wege: direkt oder sanft
Hunde mit robustem Magen kann man direkt umstellen: eine Mahlzeit auslassen und dann mit dem neuen Rohfutter starten. Für die meisten Hunde – und für empfindliche Mägen – empfehlen wir aber die sanfte Umstellung über etwa eine Woche. Das schont die Verdauung und Du siehst früh, was Deinem Hund bekommt.
Wichtig: Roh- und Trockenfutter werden unterschiedlich verdaut. Wir mischen sie nicht in einer Mahlzeit, sondern stellen von Mahlzeit zu Mahlzeit um.
Die sanfte Umstellung in 5 Schritten
- Mit einer Proteinquelle starten. Beginne mit einer gut verträglichen Sorte statt gleich mit Vielfalt. Ideal dafür: MUSH Single Protein – nur eine Fleischquelle, maximale Kontrolle.
- Kleine Portionen zuerst. Ersetze am Tag 1–2 eine der Mahlzeiten durch Rohfutter, der Rest bleibt gewohnt.
- Anteil steigern. Über die nächsten Tage ersetzt Du Schritt für Schritt weitere Mahlzeiten, bis komplett auf roh umgestellt ist.
- Verdauung beobachten. Etwas weicherer Kot in den ersten Tagen ist normal. Bleibt er dauerhaft flüssig, gehst Du einen Schritt zurück und steigerst langsamer.
- Vielfalt einführen. Läuft alles rund, kommen weitere Sorten dazu – etwa die farbcodierten MUSH Vaisto®-Menüs für ausgewogene Vollverpflegung.
Die häufigsten Fragen
Wie lange dauert die Umstellung? Meist 5–10 Tage. Bei sehr empfindlichen Hunden ruhig zwei Wochen – es gibt keinen Preis fürs Tempo.
Mein Hund ist mäkelig. Rohfutter riecht und schmeckt intensiver als Trockenfutter – oft ist genau das der Türöffner. Leicht antauen lassen bringt zusätzlich Aroma.
Wie viel Futter insgesamt? Die Tagesmenge berechnest Du mit der einfachen Formel aus unserem Ratgeber Wie viel BARF pro Tag?.
Hygiene & Handling – kurz & wichtig
- Tiefkühlware im Kühlschrank auftauen, nicht bei Zimmertemperatur.
- Aufgetautes innerhalb von 1–2 Tagen verfüttern, kühl lagern.
- Napf und Hände nach dem Umgang mit rohem Fleisch normal reinigen – wie in jeder Küche.
Auf einen Blick
- Sanft über ~1 Woche umstellen, roh und trocken nicht in einer Mahlzeit mischen.
- Mit einer Proteinquelle starten, dann Vielfalt einführen.
- Verdauung beobachten, bei Bedarf langsamer machen.
- Tiefgekühlt kaufen, im Kühlschrank auftauen – smart und sicher.
Hinweis: Allgemeine Orientierung, keine tierärztliche Beratung. Bei Vorerkrankungen oder anhaltenden Verdauungsproblemen bitte fachlich abklären.
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