Was ist eigentlich mit der Ananas?

  

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Darf mein Hund Ananas fressen? Grundsätzlich ja!

Die Ananas ist eine tropische Frucht und stammt aus der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Ursprünglich war sie in Amerika heimisch. Heute wird sie jedoch in tropischen Gebieten weltweit angebaut.

Wie ihr sicher schon einmal gehört habt, wird die Ananas durch ihre Inhaltsstoffe oft als kleines Wundermittel in vielen Anwendungsbereichen für Menschen angepriesen. Sei es zur Unterstützung der Verdauung, zur Mundhygiene, zur Stärkung der Knochen oder als Hilfsmittel für schöne Haut, die Ananas erfreut sich wachsender Beliebtheit und steigender Einsatzbereiche.

 

Aber wie ist das jetzt bei den Hunden? Was muss ich beachten?

Das Fruchtfleisch der Ananas ist durchaus gut dazu geeignet, an deinen Liebling verfüttert zu werden. Grundsätzlich musst du, wie bei anderen Obstsorten auch, daran denken, dass das richtige Maß entscheidend ist, um deinen Hund optimal zu versorgen.

Wichtig zu beachten ist, dass die Frucht auch wirklich reif oder überreif ist. Das erkennst du meist daran, dass sie am Stielansatz intensiv süß duftet und sich die inneren Blätter leicht aus der Krone ziehen lassen. Sie sollte außerdem eine grün-gelblich gefärbte Schale aufweisen. Selbstverständlich kann nur das Fruchtfleisch der Ananas verzehrt werden! Alle anderen Bestandteile sind für deinen Hund tabu.

In den Heimatländern werden die Früchte häufig unreif geerntet, damit sie den langen Transportweg überhaupt überstehen können.
Der Verzehr einer unreifen Ananas bringt für deinen Hund aber häufig starke, schmerzende Krämpfe, Durchfall und Erbrechen mit sich. Außerdem kann sie dann abführend wirken.

Deshalb teste bitte jede Frucht vor der Fütterung!

Der Anteil an Fruchtsäure ist verhältnismäßig hoch, weshalb die verabreichten Mengen gering gehalten werden sollten. Bei Hunden mit einem empfindlichen Magen sollte noch sparsamer vorgegangen werden.

 

Was genau macht die Ananas jetzt so gesund? 

Sie enthält viele Vitamine (besonders viel Vitamin C und E, die das Immunsystem stärken und als Antioxidans das Risiko von Entzündungen verringern) und eine hohe Anzahl an Mineralstoffen. Die Mineralstoffe bestehen in diesem Fall aus den Mengenelementen Phosphor, Magnesium und Kalium, sowie den Spurenelementen: Zink, Eisen, Mangan, Jod und einigen weiteren.

Außerdem beinhaltet sie Serotonin und Tryptophan, was für Ausgeglichenheit und eine gute Stimmung sorgen kann.

Als kleine Wunderwaffe der Ananas wird das darin enthaltene Enzym Bromelain angesehen. Bromelain (ein Verdauungsenzym) unterstützt die Eiweißaufspaltung von tierischem Eiweiß und ist daher gut geeignet, die Verdauung während der Umstellungsphase von Fertigfutter auf Rohfutter zu unterstützen. Außerdem kurbelt es die Fettverbrennung an und entlastet die Bauchspeicheldrüse. Auch Entzündungen können damit schneller verheilen. Das Enzym hemmt die Blutgerinnung, wodurch der Blutdruck gesenkt werden kann. Im Weiteren kann es auch Ablagerungen in den Gefäßwänden abbauen und (vorbeugend) gegen Würmer und andere Darmparasiten verwendet werden. Ananas wirkt zudem entwässernd und kann helfen, überschüssiges Wasser abzubauen.

 

Wie sollte ich Ananas füttern?

Wie bereits erwähnt, ist es entscheidend, die Frucht gelegentlich und in Maßen zu füttern, um einen positiven Effekt auf deinen Vierbeiner zu erzielen. Das Fruchtfleisch der Ananas kann entweder püriert oder klein geschnitten verabreicht werden, damit der Hund es leicht verdauen kann. Die meisten Hunde bevorzugen allerdings kleine Stücke. Du kannst deinem Hund die frische Ananas dann als kleine Leckerchen zwischendurch geben oder unters Futter mischen. Wenn du sie unters Futter mischen möchtest, beachte bitte, dass du sie nicht mit Milchprodukten mischen solltest, da das Bromelain die Milcheiweiße zersetzt und diese dann bitter werden können und bei deinem Liebling nicht gerade für Begeisterung sorgen werden.

Ananas aus der Dose sollte definitiv vermieden werden weil sie meist in einer Zuckerlösung eingelegt ist, die für deinen Hund viel zu süß ist und außerdem sind darin kaum noch Vitamine oder Mineralstoffe enthalten.

Du siehst also, die Ananas ist eine vielseitige, gesunde Frucht, die sich bei richtiger Einnahme und Dosierung positiv auf die Gesundheit deines Hundes auswirken und diese fördern kann.

Selbstverständlich raten wir immer dazu, bei Problemen, Unverträglichkeiten oder bestehenden Krankheiten den Tierarzt eures Vertrauens zu befragen.

 

In diesem Sinne: lasst es euch schmecken!

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